RV Rheinsberg

10.05.2010 Rheinsberger Ruderer trauern um Eberhard Nusch

Eberhard Nusch
J. Rammelt
Die Mitglieder und Freunde des Rheinsberger Rudervereins trauern um Eberhard Nusch. Der Ehrenvorsitzende des Traditionsvereins erlag in der Nacht zum 10.05.2010 einem schweren Krebsleiden. Eberhard Nusch wurde 67 Jahre alt. Mit eiserner Energie und großem Willen hatte der Rheinsberger Rudersportler bis zuletzt gegen seine Krankheit gekämpft und den Kampf am Ende doch verloren. Selbst auf die Teilnahme an der Festveranstaltung seines Vereins, der am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen feierte, musste er auf Grund seiner Erkrankung verzichten. Auch die anlässlich dieses Jubiläums an ihn verliehene goldene Vereinsehrennadel, konnte er nicht mehr persönlich entgegennehmen.
„Eberhard Nusch war viele Jahre das Herz des Rudervereins, ohne ihn gäbe es den Rudersport in Rheinsberg schon lange nicht mehr.“
Eberhard Nusch kam 1965 nach Rheinsberg. Um den Rudersport in der Stadt am Grienericksee wieder zu beleben, wurde ein erfahrener Ruderer gesucht, der mit Leidenschaft in diesem Sport aufgeht. Man wurde fündig in dem Lehrerabsolventen und DDR-Meister im Doppelzweier, der mit viel Engagement die Geschicke des Rudersports in die Hände nahm. Nusch wurde Trainer und Organisator der Schulportgemeinschaft.
Großen Anteil hat Eberhard Nusch am steten Gedeihen des Vereins, der sich auf dem Gelände eines alten Sägewerkes eine Heimstätte schaffte. Inzwischen als SG Dynamo Rheinsberg konnte Nusch mit seinen Trainerkollegen und Sportlern auf nationalen und internationalen Parkett beachtliche Erfolge verbuchen.
Doch es gab auch Situationen, die fast das Ende des Rudervereins gebracht hätten. 1997 musste der Verein das Gelände, auf dem sich heute das Hotel der Fürst Donnersmarck-Stiftung befindet, verlassen. „Nur dem Engagement unseres Eberhard ist es zu verdanken, das der Verein nicht aufgegeben wurde“ Eberhard Nusch kämpfte unermüdlich für ein neues bezahlbares Grundstück und mit der vereinten Kraft aller Mitglieder wurde das heutige Vereinsgebäude geschaffen. Dabei war Eberhard Nusch der Motor, das Herz des Vereins, der alle motivierte.
Selbst nachdem die Krankheit ausgebrochen war, galt sein ganzes Interesse dem Rudersport. Gemeinsam mit anderen Senioren aus dem Verein nutzte er jede Gelegenheit, um in ein Boot zu steigen und auf dem Grienerick- und Rheinsberger See die Ruderblätter durchs Wasser zu ziehen. Das verlangte auch viel Verständnis von der Familie ab, die in all den Jahren damit lebte, dass der Rudersport für den Ehemann, Vater und Opa einen hohen Stellenwert besaß.

Vorstand

Ruderverein Rheinsberg 1910 e.V.





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